Seit über 70 Jahren kursieren in der Psychologie faktorenanalytische Modelle der Persönlichkeit. Methodologische Kontroversen, die jahrzehntelang die Szene beherrschten, wurden seit etwa zwei Jahrzehnten von einem zunehmenden Konsens abgelöst. Das Fünf-Faktoren-Modell (FFM) hat die Vorherrschaft gewonnen. Das FFM ist indessen mit schwerwiegenden Mängeln behaftet, was die theoretische Deutung der fünf Dimensionen betrifft. Der Verfasser hat dafür einen bislang unerkannten Fehler in den Grundauffassungen der Psychometrie verantwortlich machen können (Ertel, 2011). In seiner vorliegenden Schrift wird die Szene der methodisch und theoretisch mangelhaften Persönlichkeitsforschung aufgerollt. Ein neues Verfahren der Faktorenrotation (Varimin) wird eingesetzt, das im Unterschied zur bisherigen Modellierung, das sich dem Prinzip der Einfachstruktur verschrieben hatte, der Komplexität der analysierten Variablen Rechnung trägt. Das Verfahren, das für die faktorenanalytische Forschung ein neues Paradigma eröffnet, ermittelt Varianzquellen der Persönlichkeit, die als Basiskomponenten eines psychophysischen Ganzen eine funktionale Einheit erkennen lassen. Damit werden die Hindernisse überwunden, die einem theoretischen Verständnis der Ergebnisse faktorenanalytischer Persönlichkeitsforschung bisher im Wege standen.

Publikationstyp: Monographie

Sparte: Universitätsverlag

Sprache: deutsch

ISBN: 978-3-86395-039-2 (Print)

URN: urn:nbn:de:gbv:7-isbn-978-3-86395-039-2-1

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